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eiskalt. das große epos der gegenkultur
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Schöne Formulierungen in kleinen Texten. Absolut kontextlos. Menschlichkeit soll hier das Stichwort sein. Auslösen ein Wunsch.


[ ein junge liegt im bett. abends/morgens. von der strassenlaterne dringt licht ins zimmer ein. gestern hatte er schule. heute hatte er schule. morgen wird er schule haben]

Es war schrecklich kalt und er stand schnell auf. Er stand mitten in seinem dunklen Zimmer und überlegte was er als nächstes tun sollte. Er fühlte sich auf einmal allein in der Welt. Aber nicht schrecklich allein sondern einfach nur allein. Es ging nicht darum ob er es gut oder schlecht fand, es war einfach so und deswegen irgendwie gut.
Er sang leise Worte während er da stand und leicht dabei vor und zurück schaukelte.
Dann ging er zu seinem großen dunklen Schrank und suchte nach einem Pulli den er sich langsam überzog. Er ging zur Wand und fühlte sie leicht durch seine gefrorenen Finger hindurch. Dann ging er zur Gitarre und fuhr mit dem Zeige und Mittelfinger die hellste Seite entlang. Nach einiger Zeit er tat dies immer schneller und drückte fest doch es tat nicht weh und wollte auch nicht schneiden.
Er stand behutsam auf und ging zum Fenster. Er setzte sich aufs Fenstersims und schaute ins Dunkel hinaus.
Der Wind wurde stärker und brachte Kälte zu ihm. Seine Hände zitterten.
Er konnte sich nicht an die Vergangenheit erinnern und an das jetzt auch nicht, an das bald wollte er nicht denken. Tränen flossen langsam seine weißen Wangen hinunter, auch wenn er es zunächst nicht bemerkte.
Sein ganzer Körper fing an zu zittern und er wollte an seinen Haaren ziehen aber seine von der Kälte in den Schlaf getriebenen Finger konnten sie nicht packen.
Die Tränen wurden immer mehr. Er stand auf, schloss das Fenster und legte sich ins Bett.




[ein Mädchen verschwindet mit einem Jungen. er schaut ihnen hinterher, missbilligend. er scheint den jungen nicht zu mögen. er schaut in den himmel, das mädchen erinnert ihn an wen. er befindet sich auf einer party. morgens. chaos.]

Es war seine Schwester gewesen. Er rannte in den Garten und entdeckte drei Typen die Gitarre spielten. Der eine sang und es klang schrecklich hell und schrecklich schön. Es fühlte sich an als wäre er an allem schuld, obwohl er nicht wusste an was. Vielleicht lag es aber auch einfach daran das er noch enorm zu war.
Sie hörten auf zu spielen und baten ihm etwas zu trinken an.
„Ist dein Leben beschissen?“ Er wusste nicht was er antworten sollte. Er stellte sich einen Fragebogen vor.
„Nein.“ Wenn ich Dinge nicht weiß, kann ich auch nicht lügen schoss es ihm durch den Kopf.




[erster akt: ein tag wird wiedergespiegelt; projektor wirft an die wand "In seiner Dramatik bestehend aus der nicht endenwollenden Regelmässigkeit des Seins auf traurige Art und Weise schön."

Seine Arme waren dünn und bleich.
Er hatte acht Stunden geschlafen, fühlt sich aber nicht so. Fürs Zähneputzen brauchte er acht minuten. Oft hatte er eine oder sogar mehr Melodien gleichzeitig im Kopf wenn er im Bad war.
Er fiel nicht die Treppe runter.
Auf dem Weg traf er Jack und die beiden unterhielten sich.
Er bekam eine 4 in Englisch wofür er sich hätte freuen sollen, weil er nicht gelernt hatte weil er wach gelegen und Musik gehört hatte während er darüber nachdachte warum und wieso und beinahe darüber angefangen hätte zu weinen.
Er ging mit langsamen Schritten nach Hause und fragte Ron ob er nicht mal den Bass übernehmen könnte.
Es gab Kartoffeln und noch etwas anderes zu essen und er half nicht mit abzuräumen sondern ging in sein Zimmer. Seine Schwester fragte ihn was und er war tiersich genervt davon obwohl er sich nicht mehr daran erinnern konnte was sie gesagt hatte als er mit Wut im Bauch in sein Zimmer ging und das Fenster öffnete.
Er legte sich mit den Klamotten ins Bett.




[keinerlei geräusche,drei jungs mit kaputten rucksäcken kommen von der schule, der himmel ist mit dunklen wolken behängt, die luft warm, sie legen ihre rucksäcke zu seite; einer der jungs holt aus einem alten schrank einen bass hervor]

„Fangen wir an?“
Beide nickten, nahmen ihre Gitarren. Jack spielte eine kleine Melodie., und die beiden anderen bauten sich nach und nach ein. Mehr oder weniger hielten sie den Takt, obwohl sie nicht wirklich darauf achteten.
Sie hatten das Fenster offen gelassen und es war kühl. Ihre Finger waren lang und bleich und zogen Seite für Seite.
Wenn die Noten klein und fein waren, der Rhythmus gleichmäßig, ging er beim nächsten Mal daneben, wurden die Töne immer schriller und schiefer, machten ihre dummen Hände sie aus irgendeinem Grund noch schriller und schiefer, noch hässlicher.
Einmal hörte sie draussen jemanden schreien und hörten abprupt auf und spielten dann weiter.
Ihre Hände rutschten über die Hälse, auf der Suche nach etwas schönem. Erfolglos.



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