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Kurze, kleine Geschichten, in sich geschlossen.
["Macht damit, was ihr wollt!", sprach der alte Mann mit der Krone]

 

 ANTIBIOTIKA VOLUME TWO

ich habe brötchen aufgebacken und mich daran ergötzt. ich habe mir die finger klebrig geleckt und ich habe nach luft geschnappt als würde es ambrosia der dichte gasförmig verströmen, der duft aus dem beheiztem kasten quillt und den raum erfüllt. ich habe meine augen weit aufgerissen und mir in den kleinen finger gebissen, der nun leicht gerötet ist, wie meine wangen. ich habe auf dem boden gesessen und die vorfreude hat meinen körper durchflossen. das ticken, wie bässe die in mir wiederhallen, das warten, das ununterbrochene aufmerksamkeit fordert und die wärme die mich zum schwitzen bringt, wasser in meinem mund sammelt. das alles wie das ausschlachten einer sucht, gegen die ich mich nicht wehren will.

 

 

ACTIONACTION!!!

Du wirst sterben. Ein qualvoller Tod wird dich treffen und die Frage die du dir stellen wirst wird sein, von wem dieses weiße Pulver auf dem Tisch stammte. Dann schreien alle und du kotzt dir die Seele aus dem Leib. Deine Finger krümmen sich und zucken, dein Mund, aus dem Speichel tropft, schnappt krampfhaft nach Luft. Noch ein sekundenkurzer Augenaufschlag und dein ereignisloses Leben findet ein Ende. Alle weinen, aber warum, fragt niemand. Sie starren auf den Boden, den Leichnam. Blut tropft von der Stirn, denn bevor das letzte Zucken den Todeskampf beendete hatte, traf eine Tischkante darauf und riss einen kleinen Fetzen Haut heraus. Doch niemand läuft hin und tupft es weg, warum auch. Im Angesicht des verlorenem Anführers und der Hoffnung, beschließt ein anderer eine neue Verwendung für den Brieföffner zu finden. Es gelingt ihm beim ersten Mal, seine linke Pulsader zu treffen, kurz darauf die Rechte. Das Blut läuft in Strömen während die Anderen, vor Panik erstarrt, auf den Boden blicken. Der Blutende weint leise und flüstert. Eine andere fängt an zu schreien, hell und geisterhaft. Keinerlei Reaktion der Anderen führt dazu, dass sie anfängt ihre Fäuste blutig an der Wand zu schlagen und ihre verworrenen, hervorquellenden, längst vergessenen Gefühle dadurch zu kompensieren, indem sie ihren Kopf gegen die Wand knallen lässt, nachdem sie von einer Seite des Raums zur anderen rennt. Die Übrigen stehen weiterhin nur da, starren auf den weißen Boden und drücken mit aller Gewalt die Fingernägel in das Fleisch ihrere Hände, bis sie nichts mehr spüren. Doch mit dem Ende des Spüren werden die Gedanken in ihren Köpfen nur größer. fetter, egal ob anklagend oder schuldig. Kurzerhand holt einer eine Pistole hervor, schießt sich gezielt in den Kopf und folgt seinen zusammenbrechenden Beinen. Eine der zwei letzten Lebenden reißt seiner Hand, den letzten Rest Leben ausschüttelnd, die Pistole weg. Sie schießt, trifft ihr Auge, ein Fluss Blutes strömt heraus. Mit der Situation überfordert, packt sie sich an den Kopf, Ekel vor ihr selbst überkommt sie und kurze Schreie folgen. Endlos scheint es zu sein. Es soll ein Ende geben. Das Hecheln ihrer Stimmen weckt ihn aus seiner Trance, seines Zufluchtorts, lässt ihn Gedanken fassen. Einen Willen, auf den Taten folgen. Er begreift den Sinn seiner Hände, holt die vom Blut klebende Pistole, nimmt vorsichtig die Hand der Blutenden, flüstert leise Worte in ihr Ohr und schießt ihr in den Kopf. Und trifft. Alles weicht aus ihm. Nichts scheint ihn zu halten. Hektisch rennt er zu den anderen, auf den Boden liegenden, überprüft ob der Tod sie auch wirklich geholt hat. Bei manchen ist er sich nicht sicher und schießt noch einmal. Danach legt er sich auf den Boden und starrt zur Decke. Der Schmerz, dies Alles, treibt die Tränen in seine Augen, lässt seinen Atem aprubt und ungleichmäßig werden, seinen Körper zittern. Ein letzer schriller Seufzer, ein Blick ins Nichts, eine Bewegung seiner Hand, und die Kugel trifft auf den Kopf und durchbricht ihn. Er ist sogleich Tod. Das Ende beginnt.




ES NIMMT KEIN ENDE

Ein letztes Verdrängen. Ein letztes Vergessen. Ein letztes Mal Schuldgefühle. Ein letztes Mal Sehnsucht. Wille fassen. Gedanke sortieren. Konzentrieren.
Aus.
Aus.
Aus.
Vorher noch mit Blicken durchbohrt. Innerlich geschrien.
"Warum?"
"Es macht Spaß."
"Ja.Aber nur einmal. Und zugleich das letzte Mal. Von allem."
"Von allem das Beste."
"Warum?"
"Es ist von allem das Beste!"

Nachher leichter Wind. Fliegende Haare. Schelmisches Lächeln.
"Was Gedanken so anrichten können..."
"Recht hast du. Doch wer hat ihn auf den Gedanken gebracht..."
Kalte Blicke.
"Hm.Naja. Ein kurzer Gedanke und schon fliegt der Liniebus 625 in die Luft."
Noch mehr Wind.
"Und was ist wenn ich mal einen Gedanken fasse und alles in die Luft fliegt?"
Sprachs, packte den Arm seines Gegenübers, fasst Willen, sortiert Gedanke, konzentriert.
Aus. Für immer.





MANCHMAL

Die Farben waren helles Violett und Blau und auch Rosa. Die Bäume sahen alle schwarz aus und irgendwie waren die Tasten verschwommen. Sie wartete einfach ab. Ihr wurde kotzübel und sie verfluchte alle süßen Dinge. All die süßen Dinge die sie in tiefe Löcher fielen liessen weil sie ihr kleine, rote Wörter zuflüsterten. Und die Dinge, die machten, das sie sich genau nach diesen Dingen sehnte. Und die Dinge, die machten, das diese Dinge passierten.
Wenn Wärme und altes, gelbliches Licht aufeinander treffen fängt ihre Seele an zu wandern und Dinge zu tun die gegen die Vernunft kämpfen. Die die Vernunft für etwas dummes, unnützes halten und die ihnen lästig erscheint.
Sie flüstern leise aber eindringlich und zeigen Dinge die sie wollen dadurch, in dem sie sie unausgesprochen lassen. Sie machen aus dir einen furchtlosen leisen Krieger der Gefahr und Liebhaber der Unvernuft während sie einen in wirklichkeit zu einem Sklaven ihrer selbst machen.
Wenn sie aufwachen dann fühlt es sich an wie ein Fluss der jede einzelne Faser des Körpers und Geistes verbindet und nur einem Zweck folgen, egal was man tut.
Der Mantel der Nacht beschwört sie hervor, weil die Nacht dunkel und eins ist und uns für verborgene Dinge empfänglich macht, weil sie leise ruft und die Sehnsüchte ihr willenlos folgen und Dinge sich doch so gut anfühlen.
Gedanken sind dann nurnoch etwas unangenehmes, egal ob gedacht oder ausgesprochen, sie zerstören die Schönheit die in uns drin ist und die uns dazu bringt die Dinge so einfach fallen zu lassen, unsere Hände für etwas zu geben, egal für was.
Die Weichheit der Dinge wird uns erst dann bewusst und die leisen Rufe in unserem Inneren danach auch.











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